Titelaufnahme

Titel
Wenn Kinder streiten : die Sichtweise und das Erleben zum Thema "Streit im Kindergarten" bei fünf- bis sechsjährigen Mädchen und Buben / vorgelegt von Langeder Katrin Bakk. phil.
Weitere Titel
Conflict among children : the subjective perception and the experience of conflicts in the kindergarden of five to six year old children
Verfasser/ VerfasserinLangeder, Katrin
Begutachter / BegutachterinWustmann, Cornelia
ErschienenGraz, 2015
Umfang118 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2015
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kindergarten / Streit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-95466 Persistent Identifier (URN)
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Wenn Kinder streiten [0.87 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Forschungsarbeit befasst sich mit dem subjektiven Erleben von Streitsituationen im Kindergarten von Kindern im Alter von fünf bis sechs Jahren. Im Kontext der Kindheitsforschung nimmt die subjektive Sichtweise der einzelnen Kinder einen aktuellen Stellenwert ein. Aus dieser Perspektive wird das Kind als aktiv handelndes Subjekt ins Zentrum gerückt und gilt nicht mehr lediglich als „auszubildender“ Mensch. Dadurch können neue Erkenntnisse über die Lebenswelt der Kinder, sowie für pädagogisches Handeln gewonnen werden. Die vorliegende Masterarbeit fokussiert dabei auf zentrale Themen des Konflikts, und erforscht dabei das Erleben von Streitsituationen, die damit verbundenen Empfindungen, sowie mögliche Lösungsstrategien von Mädchen und Buben. Vor dem Hintergrund einer theoretischen Abhandlung zu emotionalen und sozialen Entwicklungsverläufen von Kindern, werden Themen wie emotionale Kompetenzen, die Entwicklung von Moral, die Perspektivenübernahme, sowie Bildungsprozesse und Lernsituationen von Kindern, mit besonderem Fokus auf das kindliche Spiel, diskutiert. Der daraus abgeleitete Forschungsfokus wird anhand von qualitativen Interviews mit neun Kindern in einem Kindergartenumfeld untersucht. Die Ergebnisse dieser Interviews weisen darauf hin, dass Streit für die befragten Kinder zumeist als physischer Konflikt wahrgenommen wird und verbale Konflikte noch nicht als Streit empfunden werden. Die gesellschaftliche Konfliktlösungsstrategie des „Entschuldigens“ war den Kindern zwar bekannt, die dahinterstehenden Gründe konnten allerdings nicht unbedingt nachvollzogen werden. Methodisch zeigte sich, dass Kinder in diesem Alter besonders bei generellen Aussagen ausführlicher antworten, im Vergleich zur Rekonstruktion von konkreten Vorfällen. Die daraus resultierenden Konsequenzen für den Umgang mit Konfliktsituationen im Kindergarten und die pädagogische Rolle werden im letzten Teil mit Bezug zu den Forschungsergebnissen behandelt.

Zusammenfassung (Englisch)

The present study deals with the childrens subjective perception of conflict situations in kindergarten. The subjective viewpoint of children is in particular important in the context of current childhood studies. From this perspective a child is conceptualized as an actively acting subject and not just as a person that has to be formed. Based on this perspective new insights can be gained on the experienced world of children, as well as on educational and pedagogic behavior. The master thesis focuses on central topics of conflict such as their subjective experience, the related feelings and possible conflict resolution strategies of children. The thesis features a theoretical discussion of the emotional and social development of children, dealing with topics like emotional competences, development of morality, the ability to take other perspectives, educational processes and learning situations of children, in particular with focus on childs play. In order to study the thereby derived research questions, qualitative interviews with nine children are conducted in the surrounding of a kindergarten.The results indicate that the questioned children perceive conflict mostly as physical dispute, while verbal arguments tend not to be regarded as conflict. Apologizing, as a socially accepted form of behavior, was a known resolution strategy. However children were not able to name the rationale behind the behavior. A further insight was that children in the age of five and six years were in principle able to answer to general questions, but had troubles reconstructing concrete incidences. In the last part of the thesis, the resulting consequences for the practical handling of conflict situations in kindergarten and in particular the role of the pedagogue are discussed with reference to the research results.