Titelaufnahme

Titel
Die völkerrechtliche Verantwortlichkeit Österreichs für schädigende Handlungen entsandter Truppen bei UNO Friedenskommissionen / von Tanja Messner
Weitere Titel
The international responsibility of Austria for damagig activities of deputed United Nations forces
Verfasser/ VerfasserinMessner, Tanja
Begutachter / BegutachterinOberleitner, Gerd
ErschienenGraz, Dezember 2015
UmfangVI, 82 Blätter : Zusammenfassung (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2015
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Soldat / Friedensmission / Straftat / Völkerrecht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-95242 Persistent Identifier (URN)
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Die völkerrechtliche Verantwortlichkeit Österreichs für schädigende Handlungen entsandter Truppen bei UNO Friedenskommissionen [1.08 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Eines der Hauptziele der UNO ist die Erhaltung des Weltfriedens. Um dieses Ziel zu erreichen werden immer wieder Friedensmissionen durchgeführt. Allerdings kommt es leider immer häufiger genau durch diese Missionen, aufgrund von Fehlverhalten der Soldaten, zu Schäden an der Bevölkerung und den Aufnahmestaaten. Kindesmisshandlung, Folter, Schmuggel, Zuhälter und andere Straftaten wurden Friedenssoldaten in den letzten Jahren vorgeworfen. Zu oft werden jene, die Frieden bringen sollen, selbst zum Täter. Aufgrund der starken Präsenz österreichischer Soldaten bei derartigen Missionen wächst die Wahrscheinlichkeit, dass auch einem österreichischen Soldaten solche und ähnliche Vergehen vorgeworfen werden. Daher ergibt sich folgende Kernfrage dieser Arbeit: Inwieweit ist Österreich für die schädigenden Handlungen entsandter Truppen im UNO Friedenseinsatz völkerrechtlich verantwortlich? Zuerst werden die Grundzüge des Peacekeeping und der völkerrechtlichen Verantwortlichkeit von Staaten sowie auch internationalen Organisationen dargelegt. Dann werden die Zurechnungsmöglichkeiten von Handlungen der UNO Soldaten detailliert besprochen. Im speziellen wird dann die Zurechenbarkeit auf den Staat Österreich geprüft. Dem folgend wird untersucht, ob und wie weit die UNO Soldaten während ihres Einsatzes an die Regelungen des humanitären Völkerrechts und die EMRK gebunden sind und welche Handlungen somit einen Völkerrechtsbruch darstellen. Zuletzt werden die Konsequenzen der völkerrechtlichen Verantwortlichkeit für den Staat als auch für den handelnden Soldaten aus völkerrechtlicher und nationaler Sicht dargestellt.

Zusammenfassung (Englisch)

One of the major aims of the UN is to preserve world peace. In order to achieve this aim they perform peacekeeping missions. Unfortunately, some of these missions harm the population and the states due to misconduct of peace soldiers. Thus, peace soldiers were blamed for various crimes in recent years. Too often, those who bring peace may itself become the violator. Because of the strong presence of Austrian soldiers in such operations, it is increasingly likely that Austrian soldiers are accused of such crimes. Hence, the core issue of this thesis is to what extent Austria is internationally responsible for damaging actions of troops deployed on a peacekeeping mission. The first chapter deals with the fundamentals of peacekeeping as well as the international responsibility of states and international organizations. In particular, the international responsibility of Austria regarding actions of UN soldiers is being examined. Furthermore, this thesis analyses whether and to what extent UN peace soldiers are bound on regulations of humanitarian law and human rights. Finally, the consequences of the international responsibility for the state and the responsible soldier are presented from a national and international perspective.