Titelaufnahme

Titel
Fehler im menschlichen Entscheidungsverhalten : Rationalitätssicherung durch Controlling / Mag. Katharina Hofer
Weitere Titel
Failures in human decision-making : rationality assurance in managerial accounting
Verfasser/ VerfasserinHofer, Katharina
Begutachter / BegutachterinWagenhofer, Alfred
ErschienenGraz, 03.11.2015
UmfangIV, 68 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2015
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Bias / Entscheidungsverhalten
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-94884 Persistent Identifier (URN)
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Fehler im menschlichen Entscheidungsverhalten [1.14 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit biases, systematischen kognitiven Fehlschlüssen im menschlichen Entscheidungsverhalten, sowie deren Ursachen und Folgen im Wirtschaftskontext. Dabei werden Auswirkungen psychologischer und sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse auf die Rolle und den Aufgabenbereich des Controllings diskutiert. Bereits bei der Verarbeitung relevanter Information unterliegt die menschliche Kognition potenziellen Verzerrungen. Als Beispiele werden framing bias, mood congruency bias und anchoring bias erläutert. Da auch fachkundige Entscheider, v.a. unter Zeitdruck und bei mangelnden Anreizen, Informationen fehlerhaft verarbeiten, werden Schlüsse für eine optimierte Informationsauswahl und -präsentation durch das Controlling gezogen. Daneben beeinflussen biases das Risiko- und Konkurrenzverhalten von Entscheidern. An dieser Stelle werden drei Themen diskutiert: Optimismus und Selbstüberschätzung in Managemententscheidungen, Escalation of Commitment bei scheiternden Projekten und irrational kompetitives Verhalten. Dadurch werden die praktische Relevanz von biases und ihre potenziell kostspieligen Konsequenzen verdeutlicht. Für den Umgang mit biases im Controlling gibt es eine Reihe von Alternativen. In der Literatur zielt die Mehrzahl vorgeschlagener Maßnahmen auf eine bestmögliche Reduzierung ab. Diese umfassen beispielsweise Bewusstseinsbildung, finanzielle Anreize sowie organisatorische und technologische Hilfsmittel. Diese zeigen im Hinblick auf die hier behandelten biases jedoch gemischte Resultate.In vielen Situationen ist es außerdem weder möglich noch wünschenswert, biases vollständig zu eliminieren. Teilweise scheint eine geringfügige Abweichung von rationalem Verhalten sogar vorteilhaft. In diesen Fällen können Anreizsysteme so gestaltet werden, dass das optimale Ausmaß induziert wird, oder der Entscheidungskontext wird derart verändert, dass biases zu einer Entscheidung im Sinne des Unternehmens führen.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of the present thesis is to investigate cognitive biases, which describe systematic malfunctions in the human decision-making process, as well as their causes and consequences in business activities. Thus, scientific findings in psychology and social sciences are analysed with a particular focus on their impact on the role of managerial accounting. Biases may affect the processing of relevant information, therefore three examples are introduced: framing, mood congruency und anchoring bias. Due to the fact that even qualified decision makers are likely to fail, e.g. when under time pressure, the topic provides an opportunity for improving the selection and presentation of information to the management. Biases also influence risk attitude and competitive behaviour, which are explained introducing three major topics: optimism and overconfidence in managerial decision-making, escalation of commitment concerning failing projects, and competitive irrationality. As a result, the relevance of biases and their potentially threatening consequences become obvious. There is a variety of alternative countermeasures presented in the literature. The majority aims at reducing biases and their effects by creating awareness, using financial incentives or organisational and technological tools. Concerning the presented biases, those methods yield only mixed results. In some scenarios, it is neither possible nor preferable to eliminate biases. Sometimes a minor deviation from rational behaviour might even provide better results. In those cases, managerial accounting should modify either incentives or the contextual framework in order to induce decisions, which support the objectives of the company.

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