Titelaufnahme

Titel
"Die Zeit verfliegt": Wie das Zeiterleben unsere Lernmotivation beeinflusst / eingereicht von Denise Kampitsch
Weitere Titel
"Time flies": How subjective temporal distance influences our learning motivation
Verfasser/ VerfasserinKampitsch, Denise
Begutachter / BegutachterinCorcoran, Katja
ErschienenGraz, 2015
Umfang80 Blätter : Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Univ., Diplomarbeit, 2015
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Zeitwahrnehmung / Lernmotivation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-94798 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
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"Die Zeit verfliegt": Wie das Zeiterleben unsere Lernmotivation beeinflusst [1.29 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Konzept der Zeit entzieht sich der Fähigkeit sie direkt zu beobachten und doch ist die Zeit allgegenwärtig in allen Aspekten unseres Lebens. Wie denken wir über Zeit nach und wie können wir unser Verständnis von Zeit ausdrücken? Die Zeit wird durch räumliche Metaphern extrahiert und bewegt sich im deutschen Sprachkreis horizontal durch den Raum. Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit dem Priming des subjektiven Zeiterlebens, sowie mit der Erhebung des Einflusses des subjektiven Zeiterlebens auf die Lern- und Leistungsmotivation, wenn eine vorgestellte Prüfung als relevanter Zeitmarker fungiert. 303 Studierende wurden mittels einer Online-Studie getestet. Den ProbandInnen wurden entweder horizontale oder vertikale Stimuli präsentiert, die sich schnell oder langsam fortbewegen konnten. Danach beantworteten die ProbandInnen Fragen zur Einschätzung der temporalen Distanz und der Lernmotivation. Der Einfluss des Primings auf das subjektive Zeiterleben konnte in dieser Studie nicht nachgewiesen werden, allerdings zeigen die Ergebnisse, dass je subjektiv näher sich eine kommende Prüfung anfühlt, desto motivierter ist man auch darauf zu lernen. Zu dem konnte gezeigt werden, dass Personen mit hoher Testangst auch höhere Lernmotivation aufweisen. Implikationen der Ergebnisse für den Alltag, Ideen für weiterführende Studien und Einschränkungen der vorliegenden Studie werden diskutiert.

Zusammenfassung (Englisch)

Time is a phenomenon we cannot directly experience, though it is pervasive in our everyday lives. How do we think, speak and act within the concept of time? Time is conveyed through horizontal spatial metaphors in German speaking areas. The present study examines the relationship between the subjective time perception and the motivation to study for an upcoming imaginary exam. Additionally, the subjective time perception was influenced by a spatial priming task. 303 students attended an online-survey. Participants were either exposed to vertical or horizontal spatial priming stimuli which could move fast or slow. After the priming sequence, participants answered several questions to estimate the subjective temporal distance to the upcoming exam. Afterwards they answered a questionnaire concerning their learning motivation. The priming experiment did not influence peoples perceptions of time in this study. Nevertheless, results show that people, who perceive the upcoming event as temporally near, show more learning motivation, than people who perceive the upcoming exam distant in the future. Beyond that, results show that people, who experience more test anxiety, are more motivated to learn, than people with low test anxiety. Implications of the results on our everyday lives, ideas for future research and limitations of the present study are discussed.