Titelaufnahme

Titel
"Da glaub ich darf man ganz individuell alt werden" : das Nacherwerbsleben von Grazer SeniorInnen im Lichte politisch-öffentlicher Aktivitäts- und Produktivitätsaufforderungen / Franziska Altmann, Tanja Trumler
Weitere Titel
"I think there one can grow old on their own terms" : the life of seniors after retirement in Graz, in consideration of pzblic and political requests for activity and productivity
Verfasser/ VerfasserinTrumler, Tanja ; Altmann, Franziska
Begutachter / BegutachterinWatzka, Carlos
ErschienenGraz, Oktober 2015
Umfang168 Seiten : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2015
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Alter / Ehrenamtliche Tätigkeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-94777 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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"Da glaub ich darf man ganz individuell alt werden" [1.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Bei dieser Masterarbeit handelt es sich um eine qualitative Studie mit dem Ziel herauszufinden inwiefern die, seit einigen Jahren verstärkt formulierten, politisch-öffentlichen Aktivitäts- und Produktivitätsaufforderungen (z.B.: Aufrufe zu ehrenamtlicher Tätigkeit und zur Eigenverantwortung für die körperliche und geistige Gesundheit) an ältere Menschen bereits von den Grazer SeniorInnen wahrgenommen wurden und inwiefern diese die Gestaltung ihres Nacherwerbslebens beeinflussen. Besonderes Interesse galt dabei der Frage, inwiefern ein solches „Aktivitäts- und Produkvititätsideal“ ältere Menschen unter Druck setzen und bei jenen Schuldgefühle entstehen lassen kann, die diesem nicht nachkommen können. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden mit der ersten und bislang einzigen deutschsprachigen Studie zu diesem Thema verglichen (Denninger et al., 2014). Es stellte sich heraus, dass entsprechende Appelle von den deutschen SeniorInnen bereits stärker wahrgenommen wurden, als von den älteren GrazerInnen. Jedoch haben sich diese Aufforderungen sowohl bei den deutschen als auch bei den Grazer RentnerInnen noch nicht auf deren Lebenswirklichkeit ausgewirkt, und die Befragten fühlen sich dadurch nicht unter Druck gesetzt. Generell nehmen PensionistInnen mit höherer Bildung Aktivitätsaufforderungen eher wahr, als Menschen mit niedrigerer Bildung. Heute ältere Menschen, das zeigten beide Studien, möchten ihre Nacherwerbsphase mehrheitlich nicht mehr als RUHEstand (sozialer Rückzug und Kontemplation) sondern eher als UNRUHEstand leben. Sie wollen ihren eigenen Interessen nachkommen und ihre „späte Freiheit“ von familiären und beruflichen Verpflichtungen genießen ehrenamtliche Tätigkeiten (ausser Enkelkinderbetreuung) erscheinen dabei zu verbindlich. Aufgrund der fortschreitenden Bevölkerungsalterung ist wahrscheinlich, dass Aktivitäts- und Produktivitätsaufforderungen in Zukunft weit deutlicher und verpflichtender formuliert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis is a qualitative survey and wants to find out if the seniors of Graz have already noticed the political and public claims for activity and productivity. These claims contain for example volunteer work or the demand for personal responsibility for the body and the mental health.Especially the negative consequences of these demands were important the ideal of the active and productive senior can put older people under pressure if they cannot follow the ideal.The results were compared with the only survey on this topic in German (Denninger et al., 2014).Generally we found that the seniors of Germany noticed this claims more than the Austrian. But both do not feel any pressure or think that they changed their way of life only because of these claims. The discourses of the activity and productivity proved to be more familiar with the people with a higher education. Both surveys showed that the after working years nowadays are not a “classical” retirement including social withdrawal and contemplation anymore, but more an active retirement. Seniors try to fill this “late free time” from domestic or occupational obligations with things and activities they personally like. For the majority volunteer work seems too compulsory with the only exception: taking care of grandchildren and therefore restricting them in their independence. The fact that the claims for activity and productivity are hardly noticed by the elder people in Graz can change in the next few years. The public of the future wants older people to join the society and therefore more demands will be created.

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