Titelaufnahme

Titel
Geistliche Menschen als menschliche Geistliche : menschliche Reifung als wichtigstes Fundament der Priesterausbildung / eingereicht von MMag. Thorsten Philipp Schreiber
Verfasser/ VerfasserinSchreiber, Thorsten
Begutachter / BegutachterinBucher, Rainer-Maria
ErschienenGraz, 2016
Umfang90 Blätter
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-94695 Persistent Identifier (URN)
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Geistliche Menschen als menschliche Geistliche [0.7 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit hebt einige Elemente hervor, die Impulse für die Priesterausbildung in Österreich setzen können. Dabei wird der Schwerpunkt der Ausführungen auf den Aspekt der menschlichen Entwicklung und Reifung gesetzt. Herauszustreichen ist die individuelle Ausbildung von Kandidaten, denen ein personalisierter Ausbildungsweg mit bisherigen standardisierten Ausbildungsformen nicht gerecht werden kann. Um aktuelle Herausforderungen konkret zu benennen, greife ich auf Beobachtungen aus meiner eigenen Ausbildungszeit und auf Aufgaben als Mitglied der Hausvorstehung und als Vizeregens zurück, und versuche Vorgaben aus kirchlichen Dokumenten mit praktischen Erfahrungen aus pastoralpsychologischer Sicht zu verknüpfen. Das zweite Kapitel beschreibt meine Erfahrungen und meinen persönlichen Zugang zu Herausforderungen mit Blick auf die vier Säulen der Priesterausbildung: menschliche Reifung, spirituelle Formung, theologische Bildung und pastorale Befähigung, wobei in dieser Arbeit die Fragen vor dem Hintergrund der menschlichen Reifung beantwortet werden. Ausgangspunkt sind die Kandidaten und Aufnahmekriterien sowie die Spannung zwischen großen Erwartungen und bestehenden Verwöhnstrukturen, die auch in Abhängigkeiten führen können. Themen wie Spiritualität, Zölibat, Lebenskultur und Lebensstil sowie ein Einblick in die Tagesstruktur und den Umgang mit als grenzwertig erkanntem Verhalten werfen viele Fragen auf. Das dritte Kapitel beschreibt die Verantwortungsträger in der Ausbildungsleitung, deren Rollen und Aufgaben sowie ein gewisses Konfliktpotenzial innerhalb der Bereiche des forum externum und forum internum in Hinblick auf die Weihezulassung. Kapitel vier führt einige der am stärksten prägenden Dokumente der Priesterausbildung auf und erläutert Erwartungen, die in der Weltkirche sowie in den Rahmenordnungen auf nationaler und diözesaner Ebene als Standard gelten. Kapitel fünf eröffnet Perspektiven und Aspekte unter denen die Seminarausbildung weitergedacht werden muss. Mir persönlich scheinen Personalisierung, Bezug zu Lebensrealitäten, Lebenskultur, eine reflektierte Auseinandersetzung mit Sexualität, Eigeninitiative und Eigenverantwortung, eine pastoralpsychologische Ausbildung sowie Möglichkeiten, sich Leitungskompetenzen anzueignen, Ausrichtungen zu sein, die immer wichtiger werden. Nicht zuletzt möchte ich ebenso die Ausbildung der Ausbildner betrachten und auch für diese für eine entsprechende Vorbereitung plädieren. Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis at hand emphasises various elements that may yield to impulses for the training of priests in Austria. Hence, the focus is on the aspect of the human development and maturation. Especially the individual training of candidates whose requirements of a personalised training route are not met by standardised forms of training up to now especially has to be stressed. In order to precisely name current challenges, I will resort to observations of my own training period as well as to tasks as member of the board and as vice seminary dean and I will try to link demands of clerical documents to practical experience as reflected in pastoral psychology. The second chapter describes my experiences and my personal approach to challenges considering the four columns of the training of priests: human maturation, spiritual formation, theological education and pastoral aptitude. These questions will be answered against the background of human maturation. Starting points are the candidates, the admission criteria as well as the influence of often feudally shaped priest seminaries as well as the tension between great expectations and existing spoiling structures that may lead to dependencies. Topics like spirituality, celibacy, way of living and life style as well as an insight into the daily routine and into the handling of supposedly marginal behaviour prompt numerous questions. The third chapter describes those responsible within the board of the seminary, their roles and tasks as well as a certain conflict potential within the areas of forum externum and forum internum regarding the admission to ordination. Chapter four lists some of the most influencing documents of the training of priests and explicates expectations that are regarded as standard within the universal church and the framework on a national and diocesan level. Chapter five presents perspectives and aspects of which the seminary education must be refined. To me personally, personalisation, relation to life realities, way of living, a reflected analysis of sexuality, individual initiative, self-responsibility, a pastoral psychological training as well as possibilities of acquiring leadership skills seem to be orientations that become more and more important. If nothing else, I also want to take a look at the training of the instructors and advocate an according preparation for them. The final chapter summarizes the results.