Titelaufnahme

Titel
Agency problems and behavioral biases in the Asset Management Industry / Alexander Schreibmaier
Verfasser/ VerfasserinSchreibmaier, Alexander
Begutachter / BegutachterinPalan, Stefan
ErschienenGraz, 2016
UmfangVI, 108 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abstracts in Deutsch und Englisch
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Investment Banking / Interessenkonflikt
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-94672 Persistent Identifier (URN)
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Agency problems and behavioral biases in the Asset Management Industry [1.63 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit befasst sich mit zwei wichtigen Aspekten der Investmentbranche, nämlich mit Interessenkonflikten zwischen Marktteilnehmern und den Auswirkungen von Verhaltensanomalien, s.g. biases, auf die Veranlagungsentscheidungen von Experten. Der Fokus der Arbeit liegt auf institutionellen Investoren, wie z.B. Staatsfonds oder Versicherungen, da diese mit ihren gewaltigen Veranlagungsvolumen die Finanzmärkte dominieren und Marktpreise beeinflussen können. Das erste Kapitel des Hauptteils befasst sich mit Interessenkonflikten zwischen den wichtigsten Teilnehmern des Kapitalmarktes, d.h. zwischen Investoren, (Fonds-) Managern und Analysten. Ein wichtiger und gut dokumentierter Interessenkonflikt existiert z.B. zwischen Investoren und Managern und ist auf die vorherrschenden Gehaltsstrukturen in der Branche zurückzuführen. Das zweite Kapitel des Hauptteils untersucht, ob Experten in ihren Investmententscheidungen im gleichen Ausmaß von Verhaltensanomalien beeinflusst werden wie Laien. Obwohl es dazu nur wenige Studien mit teilweise unterschiedlichen Aussagen gibt, widmet sich die vorliegende Arbeit den wichtigsten dokumentierten Verhaltensanomalien und ihren erklärenden psychologischen Einflussfaktoren, die in der Praxis bei Experten beobachtet werden. Interessanterweise stellen sich einige, nach dem ersten Blick geglaubte Verhaltensanomalien, nach Berücksichtigung der Anreizstrukturen der Branche, als rationale Handlungen dar. Zum Beispiel haben Fondsgesellschaften Anreize, Manager einzustellen, die in der Vergangenheit eine gute Performance aufwiesen. Da eine solche Einstellung nämlich mit Kapitalzuflüssen von Investoren begrüßt wird, spielen die wahren Investmentfähigkeiten des Managers ggf. nur eine untergeordnete Rolle. Im letzten Teil der Arbeit werden Möglichkeiten aufgezeigt, um die Auswirkungen von biases auf Entscheidungen zu mildern. Es stellt sich heraus, dass es natürliche Grenzen dieser Milderung von biases gibt.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis examines two key aspects of the asset management industry, i.e. inherent agency problems and the impact of biases on investment decisions. The focus of the thesis is on institutional investors, such as pension funds and sovereign wealth funds, because they dominate financial markets and are able to influence asset prices. After illustrating the crucial separation of asset owners and asset managers, several characteristics of asset management firms are examined. As the first of two main parts of the thesis, chapter 3 is dedicated to conflicts of interest among the major players in the industry, i.e. owners, managers and analysts. For example, the severe and well-documented conflict between owners and managers - regardless of whether they are alternative investment vehicles, such as hedge funds, or traditional mutual funds - can be traced back to prevalent compensation structures. The purpose of chapter 4 is to determine whether institutional investors are as susceptible to behavioral biases as laymen. While the effects of biases on the investment decisions of laymen are extensively documented in the literature, research results regarding professionals are scarce and somewhat inconclusive. Nevertheless, the chapter examines the actions and underlying psychological mechanisms professionals are most prone to in reality. Interestingly, some of the thought-to-be irrational behaviors are more likely to be perfectly rational when considering the prevalent incentive structures of the industry. For example, a mutual fund company might hire a new manager for a bad performing fund not because it is convinced of the managers investment skills but because of the expected fund inflows such a move entails. Similarly, herding behavior of mutual funds could be viewed as rational considering that it reflects managers career concerns. While the last chapter examines ways to attenuate biases, it also becomes apparent that there are natural limits to debiasing.

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