Titelaufnahme

Titel
Intersektionalitätsanalyse zur Erklärung von Ungleichheit in der Erwerbstätigkeit von Migrantinnen in Graz / Elena Glauninger
Weitere Titel
Analysis of employment inequalities of female migrants in Graz according to the concept of intersectionality
Verfasser/ VerfasserinGlauninger, Elena
Begutachter / BegutachterinScherke, Katharina
ErschienenGraz, 2016
UmfangIII, 343 Seiten : Zusammenfassungen (2 Blätter)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
Abstracts in Deutsch und Englisch
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Graz / Einwanderin / Berufstätigkeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-94576 Persistent Identifier (URN)
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Intersektionalitätsanalyse zur Erklärung von Ungleichheit in der Erwerbstätigkeit von Migrantinnen in Graz [5.34 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Arbeit war es herauszufinden, welche Differenzierungskategorien bei Migrantinnen erster Generation hinsichtlich der (Nicht-)Teilhabe am Erwerbsleben wirksam sind und damit zu Ungleichheiten in der Erwerbstätigkeit beitragen, die sich auch in aktuellen statistischen Kennzahlen, wie Erwerbs- und Arbeitslosenquote, zeigen. Das Konzept der Intersektionalität geht dabei davon aus, dass mehrere differenzierende Merkmale einer Person in ihrer spezifischen Kombination Ungleichheiten erzeugen und begründen. Es wurden acht leitfadengestützte, narrativ angelegte Interviews mit erwerbslosen Migrantinnen erster Generation in Graz geführt. Die Erzählungen über ihre (Berufs-)Biografien wurden dahingehend analysiert, welche Verhaltensstrategien in verschiedenen Phasen der Erwerbslosigkeit bei den Frauen Anwendung finden und welche intersektionalen Verflechtungen von Differenzierungskategorien dabei individuell zu identifizieren sind. In Anlehnung an das Mehrebenenmodell von G. Winker und N. Degele wurden weiters förderliche und hinderliche Faktoren auf sozialstruktureller Ebene betrachtet und damit verbundene gesellschaftliche Werthaltungen und Normen identifiziert. Dabei zeigen sich verschiedene Wechselwirkungen auf den drei Analyseebenen. Gesetzliche Bestimmungen, wie beschränkter Arbeitsmarktzugang, unzureichendes Ausgleichen von fehlendem (System-) Wissen und sozialstrukturelle Gegebenheiten im Bereich der Kinderbetreuung bedingen und verstärken sich mit entsprechenden Werthaltungen und gesellschaftlichen Vorurteilen. In Kombination mit individuell hinderlichen Faktoren, wie geringem Ausbildungsniveau, unzureichenden Sprachkenntnissen oder gesundheitlichen Problemen, führt dies zu anhaltender Erwerbslosigkeit bzw. Dequalifizierung. Positiv wirkende Faktoren können negative Ressentiments und strukturelle Barrieren aber teilweise ausgleichen. Als primär wirkende Handlungsweisen sind Zuversicht, zunehmende Resignation und Anpassung zu identifizieren.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis tries to identify main factors of differentiation for female first generation immigrants which affect their participation in the labour market. The intersection of different analytical categories can explain and lead to social and structural inequalities, which can be also seen in statistics like the unemployment rate. Intersectionality thereby means looking at the co-existence of different categories that interact in multiple and often simultaneous ways.In a qualitative oriented empirical approach eight narrative interviews with women with direct immigration background in Graz are carried out. The first step of analysis identifies central strategies in dealing with the unemployment as well as relevant individual categories like age, gender, race, level of education and knowledge of the German language etc. Furthermore intersections between these categories are investigated on three dimensions of analysis. The first dimension establishes specific individual combinations of differentiating categories of identity while the second identifies stimulating and restricting mechanisms regarding labour market integration and the social structure of society as for example through laws. Finally the third dimension consists of commonly shared normative standards and values.In summary it can be said that restrictive mechanisms of social structure like limited labour market access or lack of childcare organisations, educational and informational services are enforced with prejudices against migrants. Combined with individual hindering factors like low level of education, insufficient language skills or health issues this leads to lasting unemployment and deskilling. Rising frustration and resignation, passiveness and naturalising legitimisation of inequalities are a common consequence and replace former actively motivated attempts of labour market integration. On the other hand positive factors can partially compensate for this and boost confidence and efforts.

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