Titelaufnahme

Titel
"Meum esse aio!" : Wurzeln und Entwicklung des antiken römischen Besitz- und Eigentumsverständnisses / vorgelegt von Markus Tischitz
Weitere Titel
Meum esse aio! Roots and development of the ancient Roman property
Verfasser/ VerfasserinTischitz, Markus
Begutachter / BegutachterinWesener, Gunter
ErschienenGraz, 2016
UmfangXVIII, 190 Blätter : Zusammenfassungen (1 Blatt)
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
Abweichender Titel laut Übersetzung des Verfassers/der Verfasserin
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Eigentum / Römisches Recht
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-94270 Persistent Identifier (URN)
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"Meum esse aio!" [2.3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit widmet sich der Suche nach den frühest nachweisbaren Wurzeln des altrömischen Eigentumsverständnisses sowie dessen Weiterentwicklung in den klassischen römischen Perioden hinauf bis zum Ausgang der Spätantike. Damit verbunden ist die zentrale Frage, zu welchem Zeitpunkt diese frühen Vorstellungen vom Eigentum erstmals auch rechtlich nachweisbar in Erscheinung getreten sind. Aufgrund der dunklen Quellenlage in römischer Frühzeit wird daher auch auf soziale, wirtschaftliche und vergleichbare tatsächliche Umstände geblickt, um so ein umfassendes Bild vom Ursprung und der weiteren Entwicklung des römischen Besitz- und Eigentumsverständnisses wiedergeben zu können. Bei der Betrachtung des altrömischen Rechts steht dabei insbesondere die Frage im Zentrum, inwieweit nach heutigem Erkenntnisstand von »relativem Eigentum« gesprochen werden kann und wie groß der Niveauunterschied zum klassischen (absoluten) Eigentum tatsächlich gewesen ist. Die Beantwortung dieser Frage bildet somit den wesentlichen Ausgangspunkt für die Erläuterung der weiteren Fortentwicklung des Besitz- und Eigentumsverständnisses im entwickelten klassischen Rechtsdenken. Bei der darauffolgenden Betrachtung des spätantiken Rechts wird der Verfall des klassischen Eigentumsverständnisses durch vulgarrechtliche Einflüsse dargestellt. Dabei wird gezeigt, dass die Juristen jener Zeit folglich nicht mehr in der Lage waren, den hohen Standard, den das entwickelte klassische Rechtsdenken hervorgebracht hat, zu erhalten. Daran anknüpfend folgt die Skizzierung der Wiederentdeckung klassischer Eigentumsvorstellungen durch die spätantike oströmische Jurisprudenz unter Justinian. Abschließend wird auf rechtsvergleichende Aspekte zum altgriechischen und altägyptischen Recht eingegangen.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis deals with the search for the earliest roots of the ancient roman property, as well as its development in the later Roman periods up to the end of late antiquity. In this context the central point of this thesis is the question when this idea appeared in legal form for the first time. The older prevailing doctrine gave the early Roman property a relative structure. So the author of this thesis tries to find out to what extent the use of the term »relative property« is still acceptable in light of the current doctrine and compares the early Roman property with the classical Roman property which was on a higher level of development. A closer look at the further development shows that vulgar law more and more influenced late Roman jurists. So they were not able to keep the high standard of the classical Roman jurisprudence. Furthermore, the thesis shows how the eastern Roman jurists under Justinian's rule were capable of reestablishing the classical idea of property in this period. To conclude this thesis, the author makes a comparison between the (early) Roman idea of property and that of the ancient Greeks and Egyptians.