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Title
Die Weichen stellen, wenn sich das Leben wendet! : Gefahren und Chancen der Lebensmitte / Johannes F. Baier
AuthorBaier, Johannes F.
CensorUniv.-Prof. DDr. Walter Schaup
Published2015
Description103 Bl. : graph. Darst.
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2015
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Mittleres Lebensalter / Seelsorge / Mittleres Lebensalter / Seelsorge / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-94206 Persistent Identifier (URN)
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Die Weichen stellen, wenn sich das Leben wendet! [0.72 mb]
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Abstract (German)

Die Lebensmitte ist eine heikle Lebensphase, die kein plötzlich eintretendes Ereignis, sondern einen schleichenden Prozess darstellt. Betroffene stehen vor einer inneren Zerreißprobe zwischen Verpflichtungen und lang gehegten Träumen. Beziehungen, Werte und Beruf werden auf den Prüfstand gestellt. Dazu gesellen sich physische und psychische Veränderungen, die uns erstmals auf Alter und Tod verweisen. Nichts ist so, wie es einmal war. Es stellt sich die Frage: Soll man im alten Trott bleiben oder die Veränderung wagen? Das eine macht unglücklich, das andere bereitet Angst. Diese Arbeit zeigt auf, dass Menschen dieser Lebensphase erhöhte Aufmerksamkeit erwarten, Rat und seelsorgliche Begleitung benötigen.Hat man in der 1. Lebenshälfte sich mit dem Aufbau der eigenen Identität beschäf-tigt, so steht man in der 2. Lebenshälfte vor der Frage, wie man ein erfülltes Leben erlangt. Die Lebenswende zwingt uns, sich der Frage nach dem Sinn des Lebens und des Daseins zu stellen. Als spirituelle Krise eröffnet sie neue Perspektiven. Sie kann zum Moment der Gottesbegegnung werden, wie vorliegende Arbeit anhand einiger biblischen Gestalten nachzuweisen versucht. Sie lädt uns ein, vom einseitigen Schielen nach Ansehen, Kariere und Macht abzukehren, das wahre Selbst hervorzukehren und größere Gelassenheit, Zeit und fürsorgliches Dasein für andere zu entwickeln. Die Gedanken von Tauler, Jung, Erikson und Frankl dienen als wertvolle Anregungen, das Leben zu vertiefen. Reifes Leben bedeutet demnach, sich dem Schatten zu stellen, die nicht gelebten Anteile zu sichten und sich mit der eigenen Geschichte, den Mitmenschen und Gott zu versöhnen. Es ist ein Trugschluss zu meinen, alles hinwerfen und neu durchstarten zu müssen. Meine Arbeit versteht sich als Plädoyer, trotz mancher Widrigkeiten die Schienen nicht zu wechseln, sondern die Weichen neu zu stellen. Als Seelsorger möchte ich ermutigen, diese Lebensphase als Chance zur Entwicklung von mehr Lebensfreude und Weisheit zu sehen.

Abstract (English)

Midlife is an especially complex life stage, which does not occur as a sudden event but rather as a slow process. Life starts to take a turn. Those affected are facing a dilemma between obligations and daily challenges, long entertained needs and dreams. Relationships, values and profession are being scrutinized. In addition, physical and psychological changes hint to old age and death. Nothing appears to be the same and a question arises: Shall one stay the course, or leap into change? The earlier makes unhappy, the latter brings about fear. If the first half of life was dedicated to establishing an identity, the second half of life poses the questions about achieving a fulfilled life. At this turning point, life forces us to deal with questions about the meaning of our life and existence. By using the examples of biblical figures, this paper portrays how a spiritual crisis opens up new perspectives and can become a moment and place of an encounter with God. This crisis invites to move away from a narrow focus on prestige, career, and power, and to find the true self, more serenity, time and care for one another. The works of Tau-ler, Jung, Erikson, and Frankl provide valuable suggestions for deeper life experien-ces. They propose that a mature life means to face the dark side of life, to recognize the lived life, to reconcile with ones own story, our fellow men and women, and God. It is a fallacy to assume that one has to leave everything behind and start all over. This thesis is a plea to not change the path but to create new trails. As pastors we have to encourage people to discover this life stage as a chance for growth, for joy of life and wisdom.

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