Titelaufnahme

Titel
Increasing the understanding of consumer-related nitrogen pollution in Austria : food production, nitrogen footprints and consumption patterns / by Magdalena Pierer
Verfasser/ VerfasserinPierer, Magdalena
Begutachter / BegutachterinWiniwarter, Wilfried ; Posch, Alfred
ErschienenGraz, October 2015
Umfang103 Blätter : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Dissertation, 2015
Anmerkung
Kumulative Dissertation aus drei Artikeln
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Österreich / Stickstoffemission / Lebensmittelproduktion / Österreich / Stickstoffemission / Lebensmittelproduktion / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-94123 Persistent Identifier (URN)
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Increasing the understanding of consumer-related nitrogen pollution in Austria [3.28 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Konsum von Nahrungsmitteln und Materialien verursacht enorme Emissionen von reaktivem Stickstoff (N) an die Umwelt. Stickstoff ist unentbehrlich als wesentlicher Baustein von Proteinen und als essentieller Nährstoff in der Nahrungsmittelproduktion. Gleichzeitig jedoch kann die übermäßige Verwendung dieses Ele-ments eine Reihe schädlicher Effekte in der Umwelt verursachen, unter anderem Versauerung und Eutrophierung, Luftverschmutzung, Abbau von stratosphärischem Ozon oder Klimawandel. Während in der bisherigen Forschung zum Thema Stickstoff naturwissenschaftliche Ansätze vorherrschend sind, soll diese Dissertation mit ihrer interdisziplinären Konzeption eine Lücke füllen, indem die Bedeutung des Themas auch für sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Perspektiven betont wird. Ziel der Dissertation ist insbesondere, ein verbessertes Verständnis für Stickstoffflüsse und umweltrelevante Emissionen in Zusammenhang mit Konsum im Allgemeinen und Nahrungsmittelkonsum im Speziellen zu erreichen. Basierend auf Ansätzen aus den Nachhaltigkeitswissenschaften („Sustainability Science“) wurden in den drei Teilen dieser Dissertation unterschiedliche Methoden angewandt: Erstens wurden, basierend auf den Prinzipien der Materialflussanalyse (MFA), konsumabhängige Stickstoffflüsse auf nationaler Ebene am Beispiel Österreich abge-schätzt und analysiert. Dazu wurden die Grundlagen für nationale Stickstoffbilan-zen adaptiert, um speziell auf den Konsumbereich auf Haushaltsebene abzielen zu können. Es wurde gezeigt, dass es neben Nahrungsmitteln auch andere relevante Stickstoffflüsse gibt (v.a. im Zusammenhang mit Materialkonsum, Gärten und Haustieren), die häufig vernachlässigt werden. Zweitens wurden Stickstoff-Fußabdrücke für den Bereich der Nahrungsmittel berechnet, und zwar sowohl für einzelne Produkte als auch für durchschnittliche Konsumstrukturen. (...)

Zusammenfassung (Englisch)

Human consumption of food and material products causes excessive losses of reac-tive nitrogen (N) to the environment. While nitrogen is an essential component of proteins and a crucial nutrient for food production, its excessive use can cause det-rimental environmental effects, including acidification and eutrophication, air pol-lution, climate change, and depletion of stratospheric ozone. Whereas previous research on the issue of nitrogen has primarily been conducted within the natural science arena, this thesis strives to fill a gap by implementing an interdisciplinary approach that emphasizes this issues importance to the social sciences. Specifically, the objective of this thesis is to create a better understanding of nitrogen flows and emissions into the environment that are related to consumption in general and food consumption, in particular. Building on sustainability science, multiple methods have been applied, which are described in the three parts of this thesis: First, based on the principles of material flow analysis (MFA), N flows related to consumers were assessed on a national level, using Austria as an example. By adapting national nitrogen budgets to specifically target the consumer sphere, the contribution of food and other frequently neglected N flows related to material consumption, gardens and pets has been demonstrated. Second, given the relative importance of food, N footprints of individual food products as well as of average consumption patterns were calculated. It has been shown that while protein consumption in industrialized countries like Austria in general is higher than recommended, a shift towards more plant-based diets and a reduction in food waste could reduce N losses to the environment. ()