Titelaufnahme

Titel
Die mediale Resonanz auf die "Reformpartnerschaft" von SPÖ und ÖVP in der Steiermark / Bernhard Pekari
Verfasser/ VerfasserinPekari, Bernhard
Begutachter / BegutachterinPoier, Klaus
Erschienen2015
Umfang124 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Steiermark / Koalition / Berichterstattung / Presse / Geschichte 2010-2015 / Steiermark / Koalition / Berichterstattung / Presse / Geschichte 2010-2015 / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-94085 Persistent Identifier (URN)
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Die mediale Resonanz auf die "Reformpartnerschaft" von SPÖ und ÖVP in der Steiermark [1.82 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die steirische Koalition zwischen SPÖ und ÖVP von Oktober 2010 bis Mai 2015 wird als sogenannte „Reformpartnerschaft“ einen besonderen Platz in der politischen Geschichte des Landes einnehmen. Landeshauptmann Franz Voves und Landeshauptmann Stellvertreter Hermann Schützenhöfer beschlossen im Herbst 2010 eine neue Art des Regierens, sie beendeten den Dauerstreit zwischen den beiden Großparteien und setzten stattdessen auf die Umsetzung konkreter Reformen. Die steirischen Medien begleiteten diese Entwicklung durchaus mit Wohlwollen. „Reformpartnerschaft“ wurde, genauso wie der daraus abgeleitete Begriff „Reformpartner“, als österreichweit einzigartiger neuer Markenbegriff in der politischen Berichterstattung verankert und, wie die Inhaltsanalyse in der vorliegenden Arbeit ergab, in den reichweitenstärksten Printmedien des Landes größtenteils positiv gesehen. Die beiden Haupt-Repräsentanten der „Reformpartnerschaft“, Franz Voves und Hermann Schützenhöfer, überlagerten medial in Bezug auf die Anzahl der Namensnennungen in den Zeitungen alle anderen steirischen Spitzenpolitikerinnen und -politiker sehr deutlich; sie waren als „Reformpartner“ die Personifizierung der „Reformpartnerschaft“, auch wenn dieser Begriff ursprünglich nur der Titel des Koalitionsabkommens zwischen SPÖ und ÖVP war. Zu einem kommunikationsstrategisch großen Problem wurde für die Regierungskoalition jedoch ihr Umgang mit Regierungsinseraten. Es wurde ihr medial mehrmals vorgeworfen, sich gute Berichterstattung erkaufen zu wollen, der Presserat kritisierte unzureichende Kennzeichnungen bei Einschaltungen und schließlich rechtfertigte sich der Chefredakteur der reichweitenstärksten Zeitung der Steiermark, der Kleinen Zeitung, gleich zweimal in seinem eigenen Blatt und beteuerte, dass man in seiner Zeitung keine positive Berichterstattung kaufen könne.

Zusammenfassung (Englisch)

The Styrian coalition of SPÖ and ÖVP, reigning from October of 2010 until May of 2015, will have a special place in the state's political history as the so-called "Reform Partnership". In the fall of 2010, Governor Franz Voves and his Deputy Hermann Schützenhöfer agreed on a new way of governance, when they ended the ongoing disputes between the two major parties and instead took to implementing tangible reforms together. The Styrian media covered this development quite favorably. Austria's political media branded the "Reform Partnership" and the "Reform Partners" as a unique new form of governance in Austria. And as the content analysis in this paper shows, it was largely commented favorably in the most-read print media. Franz Voves and Hermann Schützenhöfer, the two figureheads of the "Reform Partnership", clearly outranked all other Styrian top politicians in press mentions. As "Reform Partners", they were the personification of the "reform partnership", even though that term originally had only been the title of the coalition agreement between SPÖ and ÖVP. However, the coalitions handling of government advertisements became a major strategic communication problem when they were repeatedly accused of trying to buy favorable media coverage. The Press Council criticized insufficient compliance notices in inserts and the editor-in-chief of Styria's most-read newspaper, "Kleine Zeitung", had to twice assure readers in the paper that one couldn't buy favorable coverage from them.