Bibliographic Metadata

Title
Jugenddelinquenz : Alternativen für straffällige Jugendliche / vorgelegt von Lisa Veronika Metnitzer ; Romana Hörtenhuber
Additional Titles
Juvenile delinquency : alternatives for juvenile delinquents
AuthorMetnitzer, Lisa Veronika ; Hörtenhuber, Romana
CensorHeimgartner, Arno
Published2015
Description126 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst., Ill.
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2015
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Jugendkriminalität / Strafvollzug / Jugendkriminalität / Strafvollzug / Online-Ressource
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-94035 Persistent Identifier (URN)
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Jugenddelinquenz [14.81 mb]
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Abstract (German)

Da es in Österreich keinerlei Alternativen zum herkömmlichen Aufenthalt in einer Jugendvollzugsanstalt gibt, wurde dieses Thema aufgegriffen, um die negativen wie auch positiven Aspekte einer stationären Einrichtung für männliche jugendliche Straftäter aufzuzeigen. Das Ziel war es, eine Alternative zur derzeitigen Gefängnisstrafe zu finden und die Unterschiede zwischen Gefängnis und offenem Strafvollzug darzustellen. Es wird auch verdeutlicht, welche positiven Auswirkungen es auf delinquente Jugendliche hat, wenn sie ihre Strafe nicht in einer Haftanstalt „absitzen“ müssen, sondern in den Genuss kommen, Erziehung, Beziehung, Ausbildung und soziales Leben erfahren zu dürfen. Die Untersuchungen fanden in Kooperation mit der Einrichtung „Go On“ in Herne und mit der Einrichtung „Projekt Chance“ in Creglingen, beides in Deutschland, statt. Dazu wurden ExpertInneninterviews und halbstrukturierte Interviews mit den Jugendlichen geführt sowie ein Forschungstagebuch verfasst. Durch diesen Methodenmix soll aufgezeigt werden, welche verschiedenen Facetten eine Alternativunterbringung im Gegensatz zum Gefängnis zu bieten hat, welche Erfolgs- bzw. Rückfallquoten sich ergeben, mit welcher Motivation die Jugendlichen dort leben und mit welchen pädagogischen Maßnahmen innerhalb der Einrichtung gearbeitet wird. Die Forschungsarbeit ergab, dass eine Unterbringung in einer alternativen Einrichtung wesentlich kostspieliger ist als die Unterbringung im Regelvollzug. Allerdings ist auch anzumerken, dass die Rückfallquote in Alternativformen geringer ist und bei Rückfälligkeit in die Kriminalität die Schwere der Straftat abnimmt. Es zeigt sich ebenfalls eine durchgehend positive Bewertung des offenen Strafvollzugs seitens der Jugendlichen mit persönlich positivem Ausblick in die Zukunft. Es wäre durchaus wünschenswert, in naher Zukunft in Österreich ein vergleichbares Konzept umzusetzen.

Abstract (English)

Since there are no alternatives in Austria to conventional inhabitation in a youth penitentiary, this topic has been chosen to illustrate the negative as well as positive aspects of non-confinement for male juvenile offenders.The goal is to find an alternative to traditional imprisonment and to point out the differences between jail and non-confinement. The positive impacts of juvenile offenders, which do not have to serve a sentence in prison, but rather get to know the true promise of education, relationship, training and social life, will be explained.The investigation was made in cooperation with the facility "Go On" in Herne and with "Projekt Chance" in Creglingen, both in Germany. Expert interviews and semi-structured interviews with adolescents were made, as well as a research diary was kept.Through this mix of methods it shall be demonstrated which different facets an alternative accommodation has to offer compared to a prison, including the success and recidivism rate, the grade of motivation of the juvenile offenders which live there and which pedagogic measure within the facility is used. The research work demonstrates that a stay in an alternative facility is substantially expensive compared to traditional imprisonment. Nevertheless it has to be stated that the recidivism rate in alternative facilities is much lower and if juvenile offenders recidivate, the gravity of the criminal offence decreases. Moreover the adolescents concerned show a favourable estimation of non-confinement with a positive foresight. It would be desirable to implement a comparable concept in Austria in the near future.

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